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"Organansprachen" in der Sekte "Universelles Leben"

Die Möglichkeit von Organansprachen beruht im wesentlichen auf zwei Voraussetzungen: Einerseits soll nach der Lehre der Sektenprophetin Gabriele Wittek eine jede Zelle ein "Zellbwußtsein" haben, das auf menschliche Gedanken und Worte ansprechbar ist und reagiert. Andererseits wird behauptet, daß Gedanken "unermeßliche Kräfte" seien: "Was du denkst wird Wirklichkeit" (Gabriele Wittek, Heilung durch den Geist ohne Medikamente und pflanzliche Stoffe, Würzburg o.J., S. 8). Von daher ist es nicht verwunderlich, daß "Jesus Christus" eindringlich zu Organansprachen auffordert:


"Oh erkennet: So wie ihr eure Kinder nicht nur tadeln, sondern auch loben sollt, auf gleiche Weise sollt ihr auch mit eueren Zellen, Organen, Hormonen und Drüsen verfahren. Wenn ihr eueren Zell- und Organkindern keine edle Gedankennahrung schenkt, so werden sie müde, schwach und krank. Hochschwingende göttlich-positive Gedanken sind die beste Arznei für eueren Körper." (Heimholungswerk Jesu Christi, Zweite Heiloffenbarung von Jesus Christus vom 28.1.81, S. 4)


"Sprecht positiv mit eueren Organen und auch mit eueren Zellen." (Heimholungswerk Jesu Christi, Zweite Heiloffenbarung von Jesus Christus vom 28.1.81, S. 5)


"Sprecht mit eueren Organen und richtet sie auf das innere, wärmende und heilende Licht aus. Der Innere Arzt und Heiler wird sodann lindern, helfen und heilen." (Heimholungswerk Jesu Christi, Zweite Heiloffenbarung von Jesus Christus vom 28.1.81, S. 6)


Das konkrete Vorgehen bei einer Organanspache wird wie folgt beschrieben:


"Wenn wir nun das Bewußtsein eines Organes, zum Beispiel der schlecht funktionierenden Leber, ansprechen wollen, so können wir die Wirksamkeit unserer Gedankenschwingungen verstärken, indem wir unsere rechte Hand auf die Lebergegend legen.
Dem liegt folgendes zugrunde:
Jeder Mensch ist ein Energiekörper. Er nimmt Energie auf und gibt wieder Energie ab. Wir können also unsere rechte Handfläche, die die Energie abgibt, auf die entsprechende Körperstelle legen; die linke gebrauchen wir als 'Antenne', indem wir sie gegen den Kosmos halten, so daß uns die kosmische Energie wesentlich schneller durchströmt und die in uns wirksame Christuskraft fördert.
Zur Vorbereitung auf die eigentliche Heilung durch die kosmischen Lebenskräfte sprechen wir also, unterstützt durch das geschilderte Auflegen der rechten Hand, unser Leberbewußtsein an, indem wir sinngemäß folgende Worte gebrauchen:
'Meine Leber, erwache aus dem Schlummer und erfülle getreu die dir übertragene Aufgabe. Scheide in genügender Menge gute Galle aus und erfülle, was dir der Allmächtige auferlegte.'
Zu unserem Magen können wir sprechen:
'Verdauungsbewußtsein, erwache, und erfülle die Pflichten, die dir auferlegt sind. Du hast in der letzten Zeit deine Aufgaben als wichtiges Organ vernachlässigt. Sei von nun an zuverlässig, tue deine Pflicht. Mache das Verdauungsorgan kräftiger und gesünder.'
Durch solche positiven, erweckenden Gedanken und Worte regt der Mensch die Tätigkeit des Organbewußtseins an.
Wenn wir in diesem Sinne das Bewußtsein eines Organs für die inneren Heil- und Lebenskräfte vorbereiten, dann wird es auch fähig, diese Kräfte aufzunehmen, wenn auch in der ersten Zeit nur zögernd. Haben wir so das Organ etwa 5 bis 10 Minuten bestrahlt, dann sollten wir ihm auch das Erwachtsein zusprechen, wie z.B. dem Bewußtsein der Leber:
'Du bist nun aus dem Schlummer erwacht. Ich danke dir, daß du dich nun für die Heilwellen vorbereitet hast, um diese aufzunehmen.' Dem Magen könnten Schwingungen wie folgende lobend zugesandt werden: 'Du, mein Magenbewußtsein, bist nun erwacht. Ich setze Vertrauen in dich; du bist nun wieder fleißig tätig. Der Magen wird den Magensaft richtig ausscheiden, die Eingeweide werden wieder richtig arbeiten, die Verdauung und die Belieferung mit Nahrung werden einwandfrei vor sich gehen. Ich danke dem Organbewußtsein.' Das Organ versteht nicht unsere Worte, aber die positiv ausgesandten Schwingungen nimmt dieser Zellverband auf und umgibt sich damit." (Gabriele Wittek, Heilung durch den Geist ohne Medikamente und pflanzliche Stoffe, Würzburg o.J., S. 11f.)


"Nach dieser konzentrierten, positiven Erweckung des Organbewußtseins bitten wir um die verstärkten Heilkräfte des inneren Arztes und Heiler. Wir öffnen uns für die Kräfte des Christusgeistes, indem wir vertrauensvoll und still, ohne eine Empfindung oder einen Gedanken in uns aufzunehmen, die Heilwellen in unsere Seele und auch in unseren Körper einströmen lassen." (Gabriele Wittek, Heilung durch den Geist ohne Medikamente und pflanzliche Stoffe, Würzburg o.J., S. 13)