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"Christus" offenbart sich gegen die "christusoffenbarende" Gabriele Wittek

Bereits seit Jahren gab bzw. gibt es sogenannte "Liebe-Licht-Kreise" bzw. "Gebetskreise" in Nürnberg sowie der Umgebung Würzburgs, die vor allen Dingen aus ehemaligen Anhängern des "Universellen Lebens" (UL) bestehen. Diese Menschen haben zwar den Ausstieg aus der Institution UL geschafft, sind jedoch nach wie vor der UL-Ideologie verbunden. Bei den "Liebe-Licht-Kreisen" ist der Name Programm. Entprechend sind die Treffen dieser Kreise meist von einem starken Harmoniebedürfnis geprägt. Daneben gibt es allerdings auch harsche Kritik am UL und seiner "Prophetin". Während sich im UL angeblich Christus durch das Medium Gabriele Wittek offenbart, so richtet sich hier "Christus" durch andere Medien gegen das UL und die "Prophetin" des UL selbst. Im folgenden zitiere ich aus der "Christusoffenbarung" im "Liebe-Licht-Kreis" Hettstadt (bei Würzburg) vom 4. April 1998. Alle Hervorhebungen im als Fotokopie vorliegenden Originalmanuskript.


Zunächst antwortet "Christus" auf die Gebete einiger Teilnehmer. Nach einem Dankgebet richtet sich dann "Christus" auch an die Anhänger des "Universellen Lebens" mit Worten, die klar erkennen lassen, daß er im "Werk" (UL) Überheblichkeit und Zwang vermutet. Hier zwei Beispiele zum Thema Überheblichkeit:


"Und diese Worte seien auch an die Brüder und Schwestern im Werk (UL) gerichtet, die da glauben, daß sie in ihren Betrieben und in ihrer Institution gute Früchte bringen, weil sie scheinbar für Mich arbeiten. Doch, liebe Brüder und Schwestern im Werk, prüft euch selbst: Wie denkt ihr über eure Brüder und Schwestern, die z.B. in ähnlichen Betrieben in der sogenannten Welt arbeiten? Bringen sie weniger gute Früchte, weil sie scheinbar nicht für mich arbeiten? Oder ist es nicht vielmehr so, daß ihr meinen Namen mißbraucht, um euch über eure Brüder und Schwestern aus dem Licht zu stellen?" (Seite 4)


"Meine lieben Brüder und Schwestern im Werk, die Christliche Lehre wurde in den vergangenen Jahrhunderten vielfach mißbraucht. Oftmals glaubten die Menschen, daß, wenn sie sich meiner Lehre bedienten, wäre ihnen alles möglich und nichts könnte ihre Größe erreichen. Doch, wenn ihr, die ihr euch 'Urchristen' nennt, Meine Lehre erst nehmen würdet, so würde euch der Satz ins Herz fallen: 'Der, der Größte unter euch ist, sei euer aller Diener.'" (Seite 5)


"Christus" zum Thema Zwang:


"Meine Lieben, ICH, JESUS CHRISTUS, bin inwendig in allen Gotteskindern und GOTT ist unendlich. GOTT ist niemals einfältig und GOTT ist niemals Zwang und Druck, sondern GOTT ist die Liebe und nichts als purste Liebe. GOTT ist das Leben in all seiner Fülle und Pracht. Warum laßt ihr euch diese Fülle nehmen von einigen wenigen Brüdern und Schwestern, die behaupten, näher am Willen GOTTES zu sein, als andere? (...)
Meine lieben Brüder und Schwestern im Werk, verspürt die Fülle des Lebens in euch. Mancher von euch trägt Wünsche in sich nach einem Partner. Warum laßt ihr euch diese Wünsche verbieten? Warum glaubt ihr, schuf GOTT die Einheit aus Mann und Frau? Warum laßt ihr euch die Sehnsucht nach Kindern verbieten? Warum laßt ihr euch die Sehnsucht nach einem Leben in einer Familie verbieten? Warum laßt ihr euch vorschreiben, sechs oder mehr Tage in der Woche zu arbeiten, auf diese oder jene Veranstaltung zu gehen, scheinbar für Mich, JESUS CHRISTUS, der Ich die Freiheit bin?" (Seite 5)


Nun folgt die Anfrage eines "Bruders":


"Herr JESUS CHRISTUS, hab' Dank für Deine Worte. Ich möchte noch eine Frage an Dich stellen. Zu Beginn Deiner jetzigen Offenbarungen ertönten Sirenensignale, die in mir unangenehme Erinnerungen weckten. In diesen Tagen wird in vielen Gruppierungen wieder die Endzeitangst geschürt. Auch in der Gruppe, die sich Dein Werk nennt, 'Deine Gemeinde', werden Umwälzungen noch in diesem Jahr vorausgesagt. Alles starrt auf die Zahl 2000, obwohl das eine von Menschen gemachte Zeitrechnung ist. Du hast uns schon öfters zu dieser Frage geantwortet. Kannst Du uns nochmals etwas sagen?" (Seite 6)


Auf diese Anfrage antwortet "Christus" u.a. mit einer harschen Kritik am Gebaren der "Prophetin" Gabriele Wittek und verbindet damit eine an Frau Wittek gerichtete eindringliche Aufforderung zur Umkehr:


"Mein lieber Bruder, viele Menschen auf dieser Erde neigen in ihrer Not dazu, aus ihrem Alltag zu flüchten und es lassen sich viele mißbrauchen, im Glauben etwas höheres zu erreichen und diese Worte spreche ICH ganz bewußt, auch zu meinem Werkzeug, das sich die Prophetin GOTTES nennt, auf daß sie sich selbst prüft, was sie mit Meinem Wort vollbracht hat. Liebe Schwester, gewaltiges im positiven hast du, oder richtiger gesagt, habe ICH durch dich emporgehoben und ICH weiß, jeder Mensch hat Schwächen und so auch du.
Doch mein geliebtes Kind, voller Sehnsucht rufe ICH dich, zurückzukehren in Meinen Willen und in Meine Liebe. Meine geliebte Schwester - so du möchtest - prüfe dich selbst in Meinen Worten, ob du dich nicht findest. Prüfe dich, warum es für dich so unendlich schwer ist, ob es nicht deine eigenen Vorstellungen, oder die Vorstellungen der dich umgebenden Brüder sind, die dich dazu verführten, die Wege vieler deiner Mitgeschwister zu bestimmen und Einfluß zu nehmen auf ihr Leben.
(...) Doch nun, Meine geliebte Schwester ist die Zeit vorbei und ICH rufe dich zur Umkehr. Denn das HEIMHOLUNGSWERK JESU CHRISTI ist ein rein geistiges Werk und alles äußere Machwerk wird zu Staub zerfallen, doch, Meine geliebte Schwester, die Liebe währet ewig. Und so rufe ICH dich, in der Einheit mit dem VATER, voller Sehnsucht zur Umkehr." (Seite 6f.)


Nachdem sich "Christus" so an Gabriele Wittek gewandt hat, kommt er indirekt auf die angefragte Endzeitangst im Blick auf das Jahr 2000 zu sprechen:


"Geliebter Bruder, jene Geschwister, die glauben, durch Geistiges sich über ihren Alltag und über Meine Führung erheben zu können, versuchen, ihre Mitgeschwister an sich zu binden, und das beste Mittel, ein Geschwister an sich zu binden, ist es, bestehende Ängste in ihm zu schüren und ihm zu vermitteln, daß nur durch den von dem Geschwister in der geistigen Gemeinschaft vorbestimmten Weg die Rettung möglich ist. Doch wahrlich, ICH sage euch, es gibt keinen Weg, als die Wahrheit und die Liebe." (Seite 7)


Letztendlich wird in der hier von "Christus" vorgetragenen Kritik gerade auch der beispielsweise in der Schrift "Sie lebt unter uns" (1986) hervortretende Absolutheitsanspruch Gabriele Witteks bestritten. Dies dürfte damit zusammenhängen, daß man nicht nur positive Erfahrungen mit dem UL und Gabriele Wittek gemacht hat. Folgerichtig distanziert man sich von der Institution UL samt seiner "Prophetin" und kann trotzdem noch der Lehre und Praxis des UL in vielen Punkten treu bleiben.


Auch UL-systemimmanent stellt sich die Frage, ob man es bei Gabriele Wittek mit einer falschen Prophetin zu tun hat,  wenn man die oben von "Christus" vorgetragene Kritik  vor dem Hintergrund einer alten "Offenbarung" liest, die von Gabriele Wittek selbst (!) stammt und die Schlußfolgerung nahelegt, daß die angeblichen Offenbarungen Gabrieles sich mittlerweile auch gegen sie selbst richten.  Im folgenden zitiere ich aus einer durch Gabriele Wittek vermittelten Offenbarung vom 24.11.1977 mit dem Thema: "Wie erkenne ich rechte und falsche Propheten?":


"Es spricht ein Engel des Herrn: (Träger der Weisheit) durch Gabriele Wittek" (Seite 1)


"Wer nicht vollkommen in der Demut wirkt, wer sich nicht vollkommen der Einheit unterzieht, wer glaubt, daß er den Nächsten nicht zu beachten braucht, wer glaubt, daß er mehr ist als der, der seinen Worten lauscht, wer glaubt, daß er mehr geben kann als der andere, der hat sich nicht auf den Gottespfad begeben, sondern auf Abwege." (Seite 2)


"Das Sprachrohr muß erkennen, daß es noch weniger wert ist als die Zuhörer, solch eine Demut muß es unbedingt besitzen, sonst kommen falsche Angaben. Das Sprachrohr muß wissen, daß es nur das geben kann, was es in der Seele trägt. Das Sprachrohr muß unbedingt allen irdischen Gaben aus dem Weg gehen. Wenn es Geld und Gut annimmt, dann muß es dieses Geld den Armen weitergeben. Ist es selbst minderbemittelt, dann kann es nur soviel nehmen, soviel es unbedingt braucht, Fahrtkosten, und nur einen minimalen Beitrag um die nötigste Verpflegung abzudecken, aber nur für diesen Tag, für diesen es im Dienste des ewigen Reiches unterwegs ist." (Seite 3)


Die Aussteiger des "Universellen Lebens" wissen am besten, wie berechtigt die folgenden, ebenfalls auf Seite 3 nachzulesenden Feststellungen und Ermahnungen sind:


"Es werden in der Endzeit viele falsche Propheten auftreten, deshalb gibt der reine Geist  euch immer wieder die Anweisungen, prüft, prüft und prüft noch einmal..."

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