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Der Feldzug der Schlange und das Wirken der Taube. Die Gottesprophetie der Zeitenwende, 1. Aufl., Marktheidenfeld 1998

Gabriele Wittek nach einer Bibelinterpretation des UL-Anwaltes Dr. Christian Sailer in seinem Buch:

 

Das Zeichen am HimmelIn dem genannten Buch von Christian Sailer erreicht die Legendenbildung um die angebliche Prophetin Gabriele Wittek einen bisher unübertroffenen Höhepunkt. Sailer bedient sich hier u.a. der biblischen Offenbarung des Johannes, Kapitel 12, wo es heißt:


1 Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. 2 Und sie war schwanger und schrie in Kindsnöten und hatte große Qual bei der Geburt. (...) 5 Und sie gebar einen Sohn, einen Knaben, der alle Völker weiden sollte mit eisernem Stabe. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron.

 

Traditionell wird diese Stelle auf die Gottesmutter Maria ausgelegt, die den Messias zur Welt bringt. Niederschlag gefunden haben diese Bibelverse vor allem auch in der bildenden Kunst, wo sich zuhauf Mariendarstellungen mit den im Text genannten Attributen (Sonne, Mond, Sterne) finden, die die Gottesmutter als Himmelskönigin ausweisen sollen. Folgt man allerdings Christian Sailer, so ist im 12. Kapitel der Johannesoffenbarung - wie könnte es anders sein - die "Prophetin" Gabriele Wittek gemeint. Und das Kind, das sie zur Welt bringt, soll gar die Neuoffenbarungssekte "Universelles Leben" sein. In Sailers "Geschichtsschau" liest sich das so:


"Die Frau mit dem irdischen Namen Gabriele, durch die Christus heute spricht, ist die Frau, die der Seher von Patmos als 'das Zeichen am Himmel' geschaut hat. Und das Knäblein, das sie in der Vision des Johannes gebiert, ist das neue Urchristentum, das durch ihre Prophetie ins Leben gerufen wurde und dem sich immer mehr Menschen anschließen." (Der Feldzug der Schlange, Seite 400)

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