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Ein ehemals geistig unwissender Mensch auf dem Pfad zu Gott. Der Lebensweg der Prophetin im Heimholungswerk Jesu Christi - zugleich ein Erkenntnisweg für alle Suchenden, 2. Aufl., Würzburg 1983

Der Lebensweg der "Prophetin" Gabriele Wittek nach der Schrift:

 

Wie "Geistschwester Gabriele" im Geleitwort der Broschüre schreibt, war es "der Wunsch unseres Herrn und Meisters Jesus Christus, daß dieser Lebensweg niedergeschrieben werde". Umso unverständlicher ist es, daß diese skurrile, noch aus den Zeiten des Heimholungswerkes stammende Schrift nicht neu aufgelegt wurde, die Teile der Biographie Gabriele Witteks in der Form eines (fingierten?) Interviews nachzeichnet. Das Jahr der Ersterscheinung dürfte 1980 sein. Rechtschreibfehler sowie grammatikalische Fehler in den Zitaten enstammen alle dem Original.

 

Kindheit, Jugend, Heirat und Umzug nach Würzburg


Gabriele Wittek wurde am 7. Oktober 1933 als Tochter des Schneidermeisters Matthias Maden (1908-1976) und seiner Ehefrau Mathilde (1908-1970) in Wertingen bei Augsburg geboren. Bereits in die Zeit ihrer Kindheit datiert Frau Wittek erste Erlebnisse, die sie als "geistig" bezeichnet. Damals will sie freilich weder verstanden noch weitererzählt haben, was sie erlebte:


"Ab und zu hatte ich wohl kleinere geistige Erlebnisse, aber darauf achtete ich nicht, außerdem war dies furchterregend. Noch gut erinnere ich mich an einen Sylvesterabend. Ich war damals 10-12 Jahre alt. Meine Eltern hatten Besuch. Plötzlich wurde ich sehr unruhig, ging ans Fenster, schlug die Vorhänge zurück und sah auf der Fensterbank eine kleines Wesen stehen. Ängstlich klammerte ich mich an meine Mutter, die mich verwundert ansah. Ihre Frage war: Was ist? Wovor hast du Angst? Ich getraute mich nicht, über dieses Erlebnis zu sprechen. Niemand, auch ich nicht, wußte von Naturgeistern. Heute weiß ich: Was ich damals sah, war ein Naturwesen." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 2)


Frau Wittek ist zwar in einem katholisch geprägten Elternhaus aufgewachsen und soll sich auch in der Kirchengemeinde engagiert haben. Allerdings soll ihr nach eigener Aussage schon mit ungefähr 18 Jahren der Gang zum Friedhof hilfreicher gewesen sein als der Gang zur Kirche. Im Rückblick stellt sie also ihre Erfahrungen mit dem Katholizismus eher negativ dar, was der gegenwärtigen, schroff antikirchlichen Einstellung im "Universellen Leben" entspricht:


"Wie meine Eltern, so war auch ich katholisch und lebte wie viele Menschen heute noch leben, unwissend und an das Dogma gebunden. Auf Anraten meiner Eltern ging ich in die Kirche, hörte mir die Predigten an, doch sie gaben mir nicht sehr viel. Später, so mit etwa 18 Jahren, sagte ich oft zu meiner Mutter: In die Kirche gehe ich nicht mehr. Was dort gepredigt wird, verstehe ich nicht, aber wenn ich in den Friedhof gehe und für die Verstorbenen bete, dann finde ich innere Ruhe." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 1f.)


Nach dem Besuch der Volksschule macht Frau Wittek eine Ausbildung zur Kontoristin, die sie mit der Gesellenprüfung abschließt. Anschließend arbeitet sie in ihrem Beruf in einer Münchener Tuchgroßhandlung. Am 16. Juli 1955 heiratet sie in Tegernsee den ebenfalls katholischen Ingenieur Rudolf Wittek, geboren 1931 in Schlesien, den die Kriegsfolgen nach Wertingen verschlagen haben. 1964 wird Gabriele und Rudolf Wittek eine Tochter geboren. Gabriele Wittek hört nun zu arbeiten auf und zieht mit ihrer Familie in ein angemietetes Reihenhaus nach München-Solln. Auch diese Zeit erscheint im Rückblick keineswegs in positivem Licht:


"Dann kam Michaela, unsere Tochter, deshalb gab ich meine Berufstätigkeit auf, und wir mieteten uns in München, in der Parkstadt Solln, ein sehr hübsches Reihenhaus, mit einem kleinen Garten, damit das Kind mehr Freiheit hatte. So lebten wir also recht gut. Ich wollte dieses und jenes in der Welt erreichen, doch stets erlebte ich einen Mißerfolg. Alles, was ich bezüglich äußerer Dingen und in der Welt auch anpackte, es mißlang meist." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 3)


1967 erhält Rudolf Wittek von seiner Firma ein interessantes Angebot in Würzburg. Gabriele Wittek will zunächst nicht ihre vertraute Umgebung aufgeben und in die "Kleinstadt" am Main ziehen. Ihrer Mutter gelingt es aber dann doch, Frau Wittek zu dem Ortswechsel zu bewegen. So zieht Gabriele Wittek nach Würzburg-Lengfeld, während ihr Mann zunächst noch ein Jahr lang weiter in München arbeitet. In der nun folgenden schweren, von Einsamkeit und Alpträumen geprägten Zeit ist ihr ihre Mutter die wichtigste Bezugsperson und Hilfe:
 
"Dort war ich mit unserer Tochter Michaela sehr viel allein, weit und breit wohnte niemand. Die anderen Häuser wurden erst im Laufe der darauffolgenden Monate gebaut. (...) In dieser beginnenden Würzburger Zeit hatte ich schwere Seelenkämpfe auszustehen. In der Nacht hatte ich schreckliche Träume, in denen ich sehr geplagt wurde. Wenn ich dann erwachte, war ich oftmals schweißgebadet und konnte stundenlang nicht mehr schlafen. Wenn dann der Morgen graute und ich aufstehen mußte, war mir auch das Leben eine Qual, das Alleinsein – mein Mann war noch 1 Jahr in München tätig – und immer wieder die nachklingenden Empfindungen aus den oftmals schrecklichen Träumen. Vor diesen Eindrücken rettete ich mich, indem ich mit meiner Mutter telefonierte. In den allerschwersten Zeiten war sie dann oftmals hier in Würzburg in dem neuerworbenen Haus, half mir das Alleinesein zu überbrücken und sprach mit mir über viele Dinge, die mich so sehr beschäftigten und über diese ich nicht hinwegkam." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 3f.)

 


 
Der Tod der Mutter


1970 erkrankt Gabriele Witteks Mutter an einer Venenentzündung. Als sie dann am 12. November 1970 überraschend an einer Lungenembolie stirbt, ist das für Gabriele Wittek verständlicherweise ein erschütterndes und schwer faßbares Ereignis:


"Am anderen Tag frühmorgens um 6 Uhr klingelte das Telefon, und mein Bruder berichtete ganz aufgelöst, vor einer halben Stunde sei meine Mutter verschieden. Das war der 12. November 1970. Dann sagte ich ganz schlicht zu meinem Bruder: Das gibt es nicht. Sie ist nicht tot." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 4)


Der Tod ihrer Mutter gibt dem Leben von Frau Wittek eine völlig neue Wendung. So hört sie, mit der toten Mutter konfrontiert, nun in verschiedenen Situationen die "ersten inneren Worte", in denen ihre Mutter  ein Weiterleben im Jenseits andeutet:


"Mein Vater wollte, daß niemand meine Mutter anrühren sollte, nur ich. So mußte ich meine Mutter, die ich sehr liebte, umkleiden, so wie es üblich war, in schwarze Kleidung. Als ich den fast starren Leib hob, rief ich sie an: Mama, du kannst doch nicht so gehen, steh‘ doch auf. – Sie öffnete nicht die Augen, sie sagte nichts mehr, doch ich hörte ganz deutlich in mir die ersten inneren Worte – und sie lauteten sinngemäß: ‚Kind, laß mich doch liegen. Was du hier anschaust, bin ich nicht.‘ Und ich glaubte, sie in diesem Augenblick in einer Ecke des Zimmers stehen zu sehen." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 4f.)


"Als dann der Sarg aus dem Haus getragen wurde, sagte ich zu ihr: Mutter, was hast du hier in diesem Haus schon alles erlebt, wie hast du gearbeitet, wie oft ging es um Pfennige, ums tägliche Brot. Nun hättest du es schön gehabt und jetzt tragen sie dich hinaus. Und wiederum hörte ich in mir die Antwort: ‚Mein Kind, doch nicht mich.‘ Ich dachte, meine Sinne seien so verwirrt, daß ich mir dies alles nur einbildete." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 5)


Während ihr Vater wegen des Todes seiner Ehefrau mit Gott und der Welt hadert, beschäftigt sich Frau Wittek nun intensiv mit der Frage eines Lebens nach dem Tod. Am ersten Jahrestag des Todes sieht sie dann ihre Mutter plötzlich lächelnd hinter sich stehen:


Am 12. November, am ersten Todestag meiner Mutter, fuhren wir wieder in meine Heimatstadt. (...) Wir richteten uns im Elternhaus für den Friedhof. So um die Mittagszeit ging ich durch ein kleines Zimmer in das Bad. Als ich eintrat, schien die Sonne herein. Es war sehr hell, nur gelbe Wände, nichts Dunkles. Ich blickte in Nachbars Hof und plötzlich spürte ich, daß jemand hinter mir stand. Ich drehte mich ruckartig um und sah ganz deutlich – meine Mutter. Sie lächelte mich an. Ich erschrak und stieß einen Schrei aus. Im gleichen Augenblick war sie verschwunden." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 5f.)


Nun weiß Gabriele Wittek endgültig, daß es ein Leben nach dem Tod gibt, daß ihre Mutter lebt. Ihr Mann, ihr Vater und ihr Bruder werten dagegen das Ereignis als Halluzination:


"Mein  Mann, auch mein Vater und mein Bruder glaubten, es sei eine Halluzination gewesen. Aber ich wußte, ich habe meine Mutter gesehen. Und nun wußte ich - es gibt ein Leben nach dem Tod." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 6)

 


 

Anschluß an einen spiritistischen Zirkel


"Kein Spiritismus"  hat das Heimholungswerk auf seine Fahnen geschrieben.  Trotzdem findet Frau Wittek nun, in schlechter Verfassung, über eine Nachbarin Anschluß an einen spiritistischen Zirkel, in dem angeblich Jesus Christus und Verstorbene durch eine mediale Frau sprechen. Frau Wittek sucht anfangs zögerlich, dann gezielt Jenseitskontakte:


"Nun begann ich mich etwas mehr zurückzuziehen, ich war nervlich sehr angegriffen und dachte mir, jetzt muß ich in die Stille gehen, um mich etwas aufzubauen. (...) Ich war sehr abgemagert und sah blaß und verhärmt aus. Als eine Nachbarin mich daraufhin ansprach, erklärte ich: Über den Tod meiner Mutter komme ich nicht ganz hinweg und das Leid und das Siechtum meines Vaters bricht mir fast das Herz. Diese Frau erklärte mir, sie kenne einen Menschen, durch den Jesus Christus spräche und da würden sich auch ab und zu Verstorbene melden. Ich hörte zu, lachte und sagte, das gibt es doch nicht. (...) Die Neugierde trieb mich jedoch, und ich bat um die Adresse dieser Frau. Schließlich konnte ich an einer Gebetsstunde teilnehmen. Diese erste Stunde gab mir nicht viel." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 6)


Über dieses Medium wird Frau Wittek angeblich von Jesus Christus selbst angesprochen, dann meldet sich ihre Mutter (oder eine andere Verstorbene?) und später wiederum Jesus Christus mit der Ankündigung großer Aufgaben und Erfolge. Damit ist Gabriele Wittek nun in besonderer Weise von Gott erwählt:


 "Nach einem Vierteljahr sprach mich durch diese Frau plötzlich der Geist Christi an und sagte sinngemäß: ‚Ich habe dich gerufen und du bist Meinem Ruf gefolgt.‘ Es folgten noch mehrere Sätze. (...) Einmal sprach auch meine Mutter durch diesen medialen Menschen. Zu dieser Aussage, die angeblich meine Mutter machte, hatte ich jedoch keine große Beziehung. Ich weiß nicht, ob es meine Mutter war. Nach einem ¾ Jahr sprach mich durch diese Frau wieder der Herr an. Er sagte zu mir sinngemäß: ‚Ich gebe ein großes Werk in deine Hände, und du wirst Mir noch viele Früchte bringen, denn Ich habe deinen Boden fruchtbar gemacht.‘" (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 6f.)


In "dieser Zeit" sollen sich die "Seelenkämpfe" wieder verstärkt eingestellt haben. Überdies hat Gabriele Wittek jetzt wieder Visionen von verschiedenen "Wesen", die kurz erscheinen und dann wieder verschwinden:


In dieser Zeit der heftigen Seelenkämpfe, in der ich immer wieder im Gebet um Stille und Frieden rang, hatte ich plötzlich einige geistige Einblicke. Ich saß im Wohnzimmer und sah mit dem inneren Auge, wie ein Wesen durch die Türe ins Wohnzimmer trat, sich umsah und wieder hinausging. Ein andermal saß ich abends ruhig im Gebet versunken, als sich ein Bild vor mir auftat. Ich sah blühende, wunderschöne Bäume und Sträucher. Hinter einem dieser Sträucher trat ein herrliches Wesen hervor, im lichtblauen Kleid, mit langen blonden Haaren. Es lächelte mich an. Ich erschrak, und im gleichen Augenblick war das Bild ausgelöscht." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 7)

 


 

Der "Durchbruch des Inneren Wortes"

Frau Wittek berichtet über weitere Visionen, die in das Jahr 1974 zu datieren sind: Ihr Mann, der einst die Erscheinung ihrer Mutter noch als Halluzination abqualifizierte, sieht angeblich mehrmals Jesus Christus hinter ihr stehen, wobei die Nüchternheit ihres Mannes offensichtlich als Beweis für die Tatsächlichkeit der Ereignisses angeführt wird. Außerdem werden Frau Wittek große Taten angekündigt:


"Nach einer sehr schweren Nacht, in der ich wieder in Träumen große Seelenkämpfe auszustehen hatte, saßen mein Mann, unsere Tochter Michaela und ich auf der Terrasse im Sonnenlicht beim Frühstück. Weinend erzählte ich meinem Mann von den Träumen der Nacht und von den Plagen, die ich dabei durchzustehen hatte. Mein Mann aber sah an mir vorbei. Ich glaubte, er höre mir gar nicht zu. Deshalb schwieg ich. Plötzlich schaute er mich ganz groß an und sprach: Sag mal, ich bin doch ein nüchterner Mensch und ein klarer Denker. Ich sah jetzt, hinter dir, klar und deutlich, im Glanz des Sonnenlichtes, eine große weiße Gestalt, Christus mit erhobenen Händen. Unwissend wie wir waren, zuckten wir beide mit den Schultern und sagten: was soll das bedeuten? Eine Woche später sah mein Mann erneut das gleiche Bild, als ich ihm in der Küche wieder von den Seelenqualen und den Träumen erzählte. Wieder war es Christus, der mit erhobenen Armen hinter mir stand. Daraufhin sagte ich zu meinem Mann: Was sind wir? Wir sind doch nichts anderes als Sandkörner in diesem großen Universum. Daraufhin stiegen die ersten Sätze in mir auf. Sie lauteten sinngemäß: ‚Und dieses Sandkorn, das du zu sein glaubst, wird Mir noch reichlich Früchte bringen, denn der Herr ist mit dir.‘" (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 8)


Weihnachten 1974 soll sich beim Betrachten einer Holzfigur dann erstmals der "Geistlehrer Bruder Emanuel" bei Frau Wittek gemeldet haben:


"Weihnachten 1974 erhielten wir als Geschenk eine holzgeschnitzte Figur, die mir große Freude machte. Ich saß an einem Weihnachtsabend vor dieser Figur und betrachtete sie. Plötzlich vernahm ich in meinem Inneren ganz deutlich die Worte: ‚Ich bin dein geistiger Lehrer, Bruder Emanuel.‘ [Dazu in einer Fußnote ergänzt: "Verantwortlicher Diener des Herrn in Seinem Heimholungswerk. Cherub der Göttlichen Weisheit."] Dann war wieder Stille." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 8f.)


Den eigentlichen "Durchbruch des Inneren Wortes" datiert Frau Wittek schließlich auf den 6. Januar 1975, den Epiphaniastag:


"Dann kam der 6. Januar 1975. Ich saß in unserem Gartenzimmer. Es war abends 18 Uhr. (...) Ich begann zu beten. Plötzlich sah ich an meiner linken Seite eine wunderschöne Gestalt stehen, ein Wesen in leuchtend weißem Kleid. Mein erster Gedanke war: Du bist sicherlich mein Schutzengel, und ich möchte dir für den Schutz danken, den du uns gewährst; denn wir kamen schon des öfteren, als wir zu meinem Vater fuhren, in sehr gefahrvolle Situationen und wurden auf wunderbare Weise aus diesen Gefahren herausgeführt. Und als ich dies sagte, fielen Worte in mich ein. Sie lauteten sinngemäß: ‚Danke nicht mir, sondern danke Gott, unserem Herrn, denn Er ist unser Führer und unser Wegbereiter. Wir sind nur seine Diener.‘ Diese Stimme war sehr deutlich in mir." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 9)

 


 

Göttliche Belehrung


In der Folgezeit kommt es nun täglich zu göttlichen Belehrungen durch Jesus Christus, den "Geistlehrer Bruder Emanuel" und andere außerirdische Wesen. Dabei wertet Frau Wittek ihre Erfahrungen mit dem "Inneren Wort" stets positiv:


"Nach dem 6. Januar 1975 brach tagtäglich der Heilige Geist hindurch. Jeden Tag hörte ich die innere Stimme, sie war ständig liebevoll und mir zugeneigt." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 10)


"Nach dem 4. oder 5. Tag meldete sich Jesus Christus, sinngemäß mit den Worten: Ich bin Jesus Christus, der Welten Erlöser! Ich erschrak und wollte den inneren Strom unterbinden. Daraufhin kamen die liebevollen Worte: Fürchte dich nicht. Ich begleite dich während deines ganzen irdischen Lebens. Du standest immer in meiner Obhut. Denn du bist ausgegangen, um Mein Wort aufzunehmen und es der Welt wiederzugeben." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 10)


"Nach Monaten sprach dann auch die Schöpferkraft, mit einer ganz anderen Schwingung, viel gewaltiger als Jesus Christus, und daraufhin wiederum Emanuel, und gab mir allumfassende Instruktionen..." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 20)


"Später dann, es spielte sich alles in den drei Jahren nach dem Durchbruch des Inneren Wortes ab, hörte ich zwischendurch auch drei weitere Gesetzesengel, die Wesenheitsträger der Göttlichen Ordnung, des Göttlichen Willens und des Göttlichen Ernstes..." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 21)


Was die Häufigkeit und  Dauer  der göttlichen Belehrungen anbelangt,  konnte Gabriele Wittek selbst entscheiden. Vor allem auch ihr Pflichtbewußtsein soll sie nach eigenen Angaben daran gehindert haben, allzu viel Zeit für die Unterweisungen aus dem Jenseits zu verwenden:


"Die erste Zeit übte Emanuel täglich ein oder zweimal mit mir. Die geistige Welt ließ mir hierin vollkommen freie Hand. Sie sagte und sagt immer nur: ‚Wenn es dein Wille ist und wenn du möchtest.‘ Die Verbindung zu dem inneren Geist, den ich von Herzen ‚Vater‘ nannte und nenne, zog und zieht mich immer wieder hin. Am liebsten würde ich ständig hören und aufnehmen, wenn ich nicht meine Pflichten als Hausfrau und im Heimholungswerk hätte. So unterweist mich Emanuel ein bis zweimal täglich. In der ersten Zeit waren es 10 Minuten, dann eine Viertelstunde, jeweils vormittags und am Nachmittag. Dann war es wieder länger, eine halbe Stunde, mal eine Dreiviertelstunde, dann war es wieder kürzer, je nach meiner körperlichen Verfassung und Aufnahmebereitschaft." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 20)


Nach dem "Durchbruch des Inneren Wortes" kommuniziert Frau Wittek angeblich täglich mit dem Heiligen Geist. Aber auch schon vor dem 6. Januar 1975 will Frau Wittek den Heiligen Geist erfahren haben, allerdings inkognito, im Modus des Luftzuges:


"Bevor das Innere Wort durchbrach, hatte ich ständig um das Haupt ein Wehen, es war ein ständiger Wind um die Stirn. Diesen Wind konnte ich mir nicht erklären. Ich dachte, es sei Zugluft im Raum und ging oftmals in eine Zimmerecke, um zu prüfen, ob sich dort eine Änderung zeigte. Und als ich in diesem Winkel war, merkte ich wieder das Wehen. Schließlich fragte ich dann eine Bekannte. Sie sagte ganz schlicht: Das Wehen um die Stirn ist das Wehen des Heiligen Geistes." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 21)


Weitere körperliche Empfindungen nach dem "Durchbruch" des "Inneren Wortes" beschreibt Frau Wittek seitenweise. Hier nur ein paar kleine Kostproben:


"Nach einigen Monaten fühlte ich in meinem Körper eine Art Bächlein nach unten laufen und von unter wieder nach oben. An verschiedenen Stellen wurde es kalt, und die Kälte durchdrang an diesem Punkt meinen Körper. Da fragte ich wieder Geistlehrer Bruder Emanuel, was das sein solle. Ich dachte, es sei eine Krankheit. Ich wußte damals vom Fließen der Ätherkraft im Körper und von den seelischen Bewußtseinszentren nichts. Emanuel erklärte mir, daß der innere Mensch, die Seele, so sagte er, mehr und mehr erwachen würde und daß die Stütze des Menschen, der Geistkörper, die sogenannten Bewußtseinszentren seien, die sieben Hüllen der Seele. Je mehr der Mensch durch die Verwirklichung des Gesetzes Gottes in die geistigen Bereiche eindringe, um so intensiver rotieren diese Bewußtseinszentren, weil sich die Seele mehr und mehr reinigt. Diese Rotation verspüre ich - so erklärte mir Emanuel -, sie werde sich im Laufe der Zeit, so hieß es, immer stärker bemerkbar machen. Ich merkte dann auch zwischen den Augen diese sehr starke Pulsation und Rotation, den Kraftstrom zwischen den Schulterblättern, in der Nähe des Herzens und in sämtlichen Bereichen bis zum Steißbein." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 21f.)


"Im Scheitelbereich wird es sehr kühl, um das Haupt beginnt ein zartes Wehen, das sich später, wenn durch weitere Reinigung der Seele noch mehr Geistkraft strömt, wesentlich verstärkt. Diese göttliche Kraft fließt sodann in der linken Körperseite langsam über das 7. Bewußtseinszentrum, das in der Nähe der Hirnanhangdrüse liegt, aus und berührt das 6. Bewußtseinszentrum, das zwischen den Augen liegt. Sobald diese Zentren stärker rotieren, dringt die Geistkraft aus den Augen und aus den Wangen." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 24)
 
Eine Blume, die in Reimform spricht, gehört ebenfalls zu den außergewöhnlichen Erfahrungen, die den meisten Menschen wohl auf Dauer verwehrt bleiben, die aber Gabriele Wittek durch den "Geistlehrer Emanuel" vermittelt wurde:


"Eines Tages bat mich Emanuel, der Cherub, in unseren Garten. (...) Er sagte, ich möge mich über eine Blume beugen, möge die Blume betrachten, nicht als Mensch, sondern von innen her, mit dem Herzen. Bis ich das nur begriff: Eine Blume ‚von innen her‘ zu betrachten. Dann fuhr er fort: Sieh in der Blume das Geistige. In allem ist Gott. Und nun höre nach innen, sagte Emanuel, genauso wie du hinhörst, wenn du um die Worte des Vaters oder um die meinen bittest. Und ich hörte. Da sprach die Blume in Reimform." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 15)


Im Sommer 1975 klärt dann Jesus Christus Gabriele Wittek ungeschickterweise rückhaltlos über die wahre Stellung des "Geistlehrers Bruder Emanuel" auf. Frau Wittek bekommt Angst und wird nun ein halbes Jahr ausschließlich von Christus selbst belehrt, da man ihre momentane Verfassung in der himmlischen Welt respektiert.


"Etwa 6 Monate nach dem Durchbruch des Inneren Wortes klärte mich Jesus Christus auf, wer der Bruder Emamuel ist. Er sagte, Bruder Emanuel sei einer seiner sieben Cherubs, [Dazu in einer Fußnote ergänzt: "Die sieben Cherubs sind die sieben Gesetzeshüter Gottes. Sie stehen jeweils einer der sieben Grundregionen der Schöpfung vor."] und zwar der Cherub der Göttlichen Weisheit. (...) Als ich von dem Cherub hörte, von dem Gesetzesengel der Weisheit, wurde mir sehr bange. Ich hatte Bruder Emanuel als meinen Lehrer ins Herz geschlossen. (...) Als ich aber von dem Gesetzesengel gehört habe, da wurde mir Angst und Bange. Ich versuchte, mit Emanuel keinen Kontakt mehr aufzunehmen. Das wurde auch respektiert. Ungefähr ½ Jahr lang belehrte mich dann ausschließlich Christus, der Sohn Gottes." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 19)

 


 

Die Anfänge des "Heimholungswerkes Jesu Christi"


Einige Monate nach dem Durchbruch des Inneren Wortes hat Frau Wittek die ersten Zuhörer. Außerdem ergeben sich Kontakte zu einem Nürnberger "Gebetskreis", bei dem angeblich der Herr selbst nun anfragt, ob Frau Wittek dort sein Wort vortragen darf. So kommt es zunächst zu Vorträgen im kleinen Kreis, wobei hier schon gilt: Je mehr Zuhörer, desto besser:


"Einige Monate nach dem 6.1.1975 kamen dann die ersten Zuhörer. Es waren 3 Bekannte, mein Mann und ich. Wir 5 saßen hier in unserem Haus. Ich nahm die Worte des Herrn auf. (...) Einige Zeit später bat der Herr dann eine Schwester aus Nürnberg zu uns ins Haus und offenbarte ihr von dem großen Werk, das entstehen sollte. (...) Unsere Schwester aus Nürnberg hatte einen kleinen Gebetskreis. Der Herr fragte nun unsere Schwester, ob es möglich wäre, daß ich dort hin und wieder Sein Wort wiedergeben könne. (...) Als ich dann nach Nürnberg kam und 8-10 Personen erwartungsvoll im Raume sah, zitterte ich und glaubte: Jetzt ist alles vorbei. Ich werde kein Wort herausbringen. – Es kam aber nicht so. Ich spürte plötzlich, je mehr Menschen um mich waren, um so stärker wurde die Lichtschwingung des Geistes. Ich merkte, der Geist gab mir Stütze." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 14)


1977 hält Gabriele Wittek in Nürnberg dann ihren ersten öffentlichen Vortrag. Weitere Vorträge in Würzburg und München folgten. Gabriele Witteks Auftritte finden Anklang, und so werden schließlich auf Wunsch des "Herrn" an verschiedenen Orten "Christuszellen" gebildet, die rasch mehr und mehr werden:


"Der erste öffentliche Vortrag des Herrn in Seinem Heimholungswerk durch das Innere Wort wurde in Nürnberg in einer Gaststätte gegeben. Dazwischen waren immer wieder kleinere Vorträge in einer Nürnberger Wohnung bei guten Freunden, und so stellten sich immer einige neue Geschwister ein. Wir mußten eigentlich nicht viel tun, besonders nicht in der ersten Zeit. Fast automatisch wurden Geschwister hinzugeführt aus München, Bad Reichenhall, aus Burghausen etc. Sie kamen einmal, zweimal, dreimal zu den kleinen Kreisen, die in der Nürnberger Privatwohnung stattfanden, und plötzlich sprach sie der Herr durch das Innere Wort an und bat sie, so sie möchten, eine Christuszelle aufzubauen. (...) Und so griffen die Angesprochenen zur Tat und bauten in diesen kleinen Orten Bad Reichenhall und Burghausen, sowie in der Großstadt München, die vom Herrn gewünschten Christuszellen auf. Das dauerte eine geraume Zeit. Sie besorgten einen kleinen Vortragsraum, teilten Handzettel aus und gaben Anzeigen in den Tageszeitungen auf. Auch die Kunde von Mund zu Mund führte Menschen zum direkten Gotteswort wie im Urchristentum." (Ein ehemals geistig unwissender Mensch, Seite 18)


1984 wurden in der Bundesrepublik Deutschland bereits 86 Zellen der "Inneren Geist=Christus Kirche" gezählt, davon 66 im südwestdeutschen Raum.

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